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Prättigau Sommer
Küblis ist die territorial kleinste Gemeinde im Tal und bildet mit Saas und Conters den Kreis Küblis. Zusammen mit den Fraktionen Tälfsch und Prada zählt Küblis ca. 840 Einwohner.

Die erste urkundliche Erwähnung im Zusammenhang mit einem Rechtshandel stammt aus dem Jahre 1351 als "Küblins". Der Dorfname ist romanischen Ursprungs und hiess "Cuvlignas", was von "confluentes" hergeleitet wird (=die zusammenfliessenden Flüsse). Küblis ist vermutlich das jüngste Dorf im Tal. Dank der geographisch günstigen Lage für Handel, Verkehr und den damals für den Landwirt wichtigen Viehmärkten, entstand mit den Jahren ein bedeutender Mittelpunkt im hinteren Prättigau. Auch heute noch finden sich hier zahlreiche Gewerbebetriebe.

Bis zum Bau der ersten befahrbaren Talstrasse durchs Prättigau 1840-1850, als Küblis während den ersten zwölf Jahren die Endstation und später Pferdewechselstation darstellte, und auch noch bis zum Bahnbau 1888-1889, als Küblis einen sogenannten Hauptbahnhof bekam, war das Dorf die ärmste Gemeinde des Tales. Dies geht auch aus einem Schlüssel hervor, nach dem die Subventionen der Gemeinden an die damals als Privatbahn erbaute "Schmalspurbahn Landquart-Davos LD" errechnet wurden. Küblis zahlte mit seinen ca. 620 Einwohnern einen in den heutigen Geldwert umgerechneten Beitrag von über 4 Millionen Franken, der innert 15 Jahren amortisiert werden musste.

Die Talsohle von Küblis, auf der das heutige Dorf steht, wurde bis in die jüngste Zeit hinein dauernd durch die Hochwasser der Landquart gefährdet. Die Landquart und der Schanielabach lagerten hier ihr Geschiebe ab und überfluteten, ohne einen geregelten Lauf zu besitzen, immer wieder die ganze Ebene. Der Mensch versuchte diese wilden Gewässer einzudämmen, weil sie für den Verkehr überbrückt werden mussten. Erst seit die Gefahr der Landquart und des Schanielabachs nach dem Hochwasser von 1910 nach menschlichem Ermessen gebannt worden ist, wurde die Talsohle vermehrt überbaut.

Der grösste wirtschaftliche Aufschwung erfolgte im 20. Jahrhundert. Mit der Inbetriebnahme der Bahnlinie Landquart-Davos, der Erstellung einer besseren Zufahrtsstrasse sowie hauptsächlich durch den Wintertourismus wurde Küblis international bekannt. Die zwölf Kilometer lange Parsennabfahrt vom Weissfluhjoch bis nach Küblis ist auch heute noch ein beliebtes Ausflugsziel.

Sehenswert in Küblis sind vor allem die Patrizierhäuser "Gross Hus" und "Pajola" sowie die imposanten Farbfenster von Augusto Giacometti in der Evangelischen Kirche.
 
 
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